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Zeremonie zum Undenken un d'Ardenneschluecht um Schumannseck virun 81 Joer
(Fotoën hannert dem Text)

Geschichtleches

 

Der Stellungskrieg am Schumannseck im Rahmen der Ardennenoffensive

Innerhalb der militärhistorischen Betrachtung der Ardennenoffensive nimmt das Schumannseck, eine strategisch bedeutende Straßenkreuzung zwischen Wiltz und Bastogne, eine herausragende Stellung ein. Die dortigen Gefechte zählen zu den intensivsten und verlustreichsten Kampfhandlungen auf luxemburgischem Territorium während des Zweiten Weltkrieges.

Am 30. Dezember 1944 erreichte die 26. US-Infanteriedivision nach schweren Kampfhandlungen das Gebiet des Schumannsecks. Ihr gegenüber stand die 9. Volksgrenadierdivision, die sich in den bewaldeten Höhenzügen der Umgebung eingegraben hatte und dort eine tief gestaffelte Verteidigungsstellung aufgebaut hatte. Die anfänglich beweglichen Gefechte gingen innerhalb kurzer Zeit in einen festgefahrenen Stellungskrieg über, der in seiner Struktur und Dynamik deutlich an die Gefechtsformen des Ersten Weltkrieges erinnerte.

In den darauffolgenden nahezu zwei Wochen kam es zu einer Abfolge wechselseitiger Angriffe und Gegenangriffe, bei denen beide Seiten versuchten, durch begrenzte Vorstöße operative Vorteile zu erzielen. Die Kampfhandlungen waren geprägt von intensiven Nahgefechten, massivem Artillerieeinsatz sowie kontinuierlichem Maschinengewehrfeuer. Die hohen Verluste – mehrere tausend Gefallene auf beiden Seiten – machen die Kämpfe am Schumannseck zu den verlustreichsten Einzelabschnitten der Ardennenoffensive in Luxemburg.

Zeitgenössische Bildquellen dokumentieren die Härte dieser Auseinandersetzungen. Eine bekannte Fotografie zeigt einen gefallenen amerikanischen Soldaten, der leblos im Schnee liegt. Die Aufnahme stammt vom US Army Signal Corps, das während des Zweiten Weltkrieges systematisch Bildmaterial durch militärische Kriegsberichterstatter erfassen ließ. Diese Praxis unterschied sich deutlich von späteren Konflikten, da sie auch eigene Verluste offen dokumentierte. Fotografie und Film entwickelten sich im Verlauf des Krieges zu zentralen Medien der Wahrnehmung militärischer Gewalt, wurden jedoch zugleich gezielt für propagandistische Zwecke eingesetzt und kontextuell verzerrt.

Besondere analytische Aufmerksamkeit verdient der Ausdruck eines überlebenden Soldaten am rechten Bildrand, dessen erschöpfter und leerer Blick eine psychische Dimension des Kampfgeschehens sichtbar macht, die in schriftlichen Quellen oft nur unzureichend erfasst wird. In dieser Darstellung verdichtet sich die Erfahrung eines entmenschlichenden Abnutzungskrieges, dessen militärischer Ertrag in keinem Verhältnis zu den erlittenen Verlusten stand. Das Bild fungiert somit nicht nur als historische Quelle, sondern auch als visuelles Zeugnis für die Sinnlosigkeit und Brutalität des Stellungskrieges am Schumannseck.

Militärischer Tagesverlauf am 30. Dezember 1944

  • Nach äußerst verlustreichen Gefechten wird das Café Schumann eingenommen; die Front im Raum Nothum–Schumannseck verfestigt sich jedoch rasch zu einer Stellungslinie.

  • Ein Angriff der 26. US-Infanteriedivision, unterstützt durch Panzerkräfte, wird bei Nothum durch einen entschlossenen Gegenstoß der 9. Volksgrenadierdivision zum Stillstand gebracht.

  • Die 167. Volksgrenadierdivision greift von Osten her die Straße Martelingen–Bastogne an, um die amerikanischen Nachschublinien zu bedrohen.

  • Die „Führer-Grenadier-Brigade“ wird aus der Front herausgelöst, im Raum Wiltz als operative Reserve konzentriert und notdürftig aufgefrischt.

  • Nach Einbruch der Dunkelheit überfliegt ein deutsches Flugzeug den Raum Befort und setzt Leuchtsignale ab, ohne Bombenangriffe durchzuführen.

  • Gleichzeitig leitet General George S. Patton bei Bastogne Angriffe mit zwei neu eingesetzten Verbänden ein, stößt dabei jedoch auf einen massiven deutschen Panzergegenangriff, dessen Ziel die Unterbrechung des amerikanischen Entsatzkorridors ist.

Fotoën vum deem Dag,
Present vun der AAAL waren de President KOOS Fr. an d'Madam PICK Evelyne. Fotoën: PICK Evelyne

Amicale des Anciens Artilleurs Luxembourgeois

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